Jeet Kune Do - Der Weg der eingreifenden Faust


JEET KUNE DO ist eine sehr dynamische Kampfkunst. Neben den körperlichen Anforderungen werden Sensibilität, Geschicklichkeit und ein freier Geist gleichermaßen in Anspruch genommen. Im JEET KUNE DO gibt es keine einengenden Regeln, dennoch folgt es bestimmten Prinzipien, zum Zwecke absoluter Effektivität. Bruce Lee entwickelte diese Form des nichtklassischen Kung Fu aus dem klassischen Wing Chun Stil unter dem starken Einfluss des Fechtens und des westlichen Boxens in Verbindung mit seinen einmaligen Trittmethoden.


"JEET KUNE DO" kommt aus dem Kantonesischen, der Muttersprache von Bruce Lee und wurde von ihm als „The way of the intercepting fist” übersetzt. Im Deutschen findet man JEET KUNE DO häufig als “Weg der eingreifenden Faust” übersetzt, wobei das Wort “intercept” auch für verhindern, abfangen oder aufhalten steht. In der Tat ist die Idee des Abfangens oder Vereiteln des gegnerischen Angriffs die erste Idee im JEET KUNE DO. Hierdurch und durch die Wahl der eingesetzten Mittel, zeigt es eine ganz eigene Struktur und Bewegungsdynamik auf.

 

JEET KUNE DO ist eine nicht traditionelle Form des Kung Fu. Im Gegensatz zu den klasischen Formen, gibt es im JEET KUNE DO keine Regeln und es werden keine vorgefügten Serien von Bewegungsabläufen (Katas oder Formen) einstudiert. Die Betonung liegt hier eher auf Improvisation unter Einbeziehung verschiedener Prinzipien. Diese sind als bewährte Mittel zu sehen, um adequat und effektiv der sich ständig wechselnden Situation im Zweikampf zu begegnen.

© Rolf Schoffers